Lob für gute Werte der Freiwilligen Feuerwehr

Von unserem Mitarbeiter johannes bitter

Harsewinkel (gl). Ganz großes Lob für die Freiwillige Feuerwehr Harsewinkel in allen drei Löschzügen: „Ich bedanke mich dafür, dass Sie so positive Werte haben“, sagte Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide (SPD) in der Ratssitzung nach der einstimmigen Verabschiedung des für die nächsten fünf Jahre fortgeschriebenen Brandschutzbedarfsplans.

Patrik Habeth von Forplan, der Forschungs- und Planungsgesellschaft für Rettungswesen, Brand- und Katstrophenschutz in Bonn, zeigte sich positiv überrascht. Er betonte, dass der Brandschutz eine eigene Baustelle der Stadt sei, die nicht übertragen werden könne. Dringend riet er dazu, den Erreichungsgrad der Feuerwehrkameraden jährlich zu überprüfen und alle 56 Einsatzkräfte möglichst breit auszubilden – Führerschein und Tragen von Atemschutzgeräten eingeschlossen.
Man gehe davon aus, dass ein Drittel der Feuerwehrleute ständig zu Verfügung stehe. Das Durchschnittsalter von 37 Jahren entspreche in Harsewinkel fast dem Ideal von 35 Jahren. Der Techniker erläuterte das Schutzziel: „Die erste Einheit soll mit einer Stärke von neun Einsatzkräften innerhalb von acht Minuten nach Alarmierung durch die Leitstelle am Einsatzort sein. Dieses Ziel soll in mindestens 80 Prozent der Fälle erreicht werden.“ Eine weitere Einheit mit der Mindeststärke von sieben Einsatzkräften soll innerhalb der nächsten fünf Minuten, also 13 Minuten nach Alarmierung, folgen, und zwar in 90 Prozent der Fälle.
Der Experte stellte fest: „Bei den Eintreffzeiten in acht Minuten ist Harsewinkel auf dem richtigen Weg. Die vier Minuten an Samstagen und Sonntagen: Das ist spitze.“ Wichtig sei die Pflege der Jugendfeuerwehr als praktisch einzigem Nachwuchspotenzial mit stagnierender beziehungsweise rückläufiger Tendenz. Die Quote der Quereinsteiger liege bei den Freiwilligen Feuerwehren bundesweit unter einem Prozent.
Was die baulichen Voraussetzungen betrifft, bemängelt die Fortschreibung des Bedarfsplans das Gerätehaus im Stadtteil Greffen. Technische Modernisierungsmaßnahmen sind für die Jahre 2017 und 2018 geplant.
Das Gerätehaus in Harsewinkel wird, wie mehrfach berichtet, zurzeit neu errichtet. Habeth: „In Marienfeld ist hammermäßig gebaut worden. Da geht dem Gutachter das Herz auf.“
Forplan stuft das Gesamtrisiko der Stadt Harsewinkel auf „noch niedrigem Niveau und damit vergleichbar mit anderen Kommunen im Bundesgebiet“ ein.




Quelle: Die Glocke | Ausgabe: Gütersloh | Harsewinkel | 09.01.2016 | Seite 23



Veröffentlicht am:
08:10:00 09.01.2016 von Fritsche




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