Feuerwehrkräfte üben Ernstfall in Boombergen

Harsewinkel (mab). Punkt 19 Uhr gibt Wehrführer Andreas Feismann die Alarmdepesche heraus: „Waldbrand in den Boombergen.“ Der Löschzug Harsewinkel fährt direkt zur Waldlichtung. Übungs-Bereitstellungsraum für die Löschzüge Greffen, Marienfeld und die Werksfeuerwehr der Firma Claas ist das Stadion des Motor-Sport-Clubs an der Clarholzer Straße.

Nacheinander fahren die Übungskräfte zur „Brandstelle“ in den gegenüberliegenden Waldweg. Das erste von insgesamt 16 Fahrzeugen und einem Trecker, die an der Übung beteiligt sind, bringt Einsatzleiter Tiemo Dirkorte zum Übungsort. Nacheinander treffen das Löschgruppenfahrzeug (LF 24, Stadt Harsewinkel), das Transportfahrzeug „Umweltschutz“, ein IHC-Trecker mit Güllefass und weitere Fahrzeuge ein. Ein Stromerzeuger wird aufgebaut, ein Verteilerpunkt gelegt, Schläuche werden ausgerollt. Die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr – fast 100 sind beteiligt – kennen ihre Aufgaben.
Einmal im Jahr proben die Feuerwehrleute den Ernstfall. Im vergangenen Jahr fiel die Übung aus, 2014 wurde sie bei der Firma Reiling durchgeführt, 2017 soll der Testfall in Greffen stattfinden. Aufgabe in diesem Jahr war die Brandbekämpfung im Wald nach dem im Jahr 2009 erarbeiteten Waldbrandkonzept mit dem Kreis Gütersloh. Darin eingebaut ist die Wasserversorgung mit Einbindung eines Güllefasses. Im Konzept sind acht Landwirte und Lohnunternehmer aufgelistet, die sich beteiligen.
Für die Übung stellt Lohnunternehmer Laumann ein Güllefass, gereinigt und bereits mit Wasser gefüllt, zur Verfügung. 15 000 Liter fasst der Behälter. Die drei beteiligten Tanklöschfahrzeuge verfügen über jeweils 2500 Liter. Gleichzeitig wird die Wasserversorgung im Pendelverkehr geprobt. Dafür ist die Absperrung des Wegs beseitigt worden. Das Wasser wird aus der nahe gelegenen Ems in die Löschgruppenfahrzeuge gepumpt und zur Brandstelle gebracht. Die Ems hat auch bei Niedrigstand genug Wasser.
„Das Risiko für echtes Feuer ist groß“, sagt Stadtbrandmeister Andreas Feismann. Immerhin sind es zum Zeitpunkt der Übung 31 Grad Celsius. Im Kreisgebiet habe Harsewinkel nach Borgholzhausen die meiste Waldfläche. Gleichzeitig wird die Verständigung über Digitalfunk erprobt. Anfang 2016 ist das Funkkonzept umgestellt worden. Im Gerätehaus erfolgt eine Nachbesprechung. Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide (SPD) hat das Geschehen an Ort und Stelle verfolgt.
Weitere Bilder im Internet auf http://www.die-glocke.de
 





Quelle: Die Glocke | Ausgabe: Gütersloh | Harsewinkel | 15.09.2016 | Seite 27



Veröffentlicht am:
07:00:00 15.09.2016 von Fritsche




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